Der Wilde Westen
Indianer und der Krieg
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Die Hauptaufgabe bei den männlichen Ureinwohnern Nordamerikas war neben der Jagd auch die Kriegsführung. Krieg war für sie ein sportliches Spiel, bei dem genaue Regeln zu beachten waren. Im Gefecht hatten sie nicht in jedem Falle das Ziel, den Gegner zu töten. Es genügte ihnen völlig, wenn dieser flüchtete, und so seine "Feigheit" darlegte. Dem Sieger, der aus diesem "Spiel" hervorging, brachte es ein hohes Ansehen und eine größere Macht ein. Erst als die Weißen in das Land eindrangen, änderte sich die Vorstellung über den Krieg als sportliches Spiel.

Als erster den Feind entdeckt Als vierter Berührung mit Feind
Rote Feder: Wurde bei Schlacht verwundet Hat Feind mit Fäusten getötet

Genau wie bei den Soldaten des weißen Mannes, gab es auch bei den Indianern eine Art Orden in Form von Adlerfedern. Gelang einem Krieger bei einem Kampf eine Heldentat, musste sie ihm nachgewiesen und schließlich bestätigt werden. Aber auch ein Schwur des Kriegers reichte aus, wenn es niemand bezeugen konnte. Hierbei kam es häufig vor, dass die Tat zwar grundsätzlich der Wahrheit entsprach, bei der Schilderung wurde aber meistens reichlich übertrieben.

Fortsetzung Seite 2

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Indianer und der Krieg
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Diese Heldentaten bezeichneten die Indianer als "Counting Coup". Das Wort "Coup" stammt von Franco-kanadischen Jägern und Trappern und heißt soviel wie "einen toten oder verletzten Gegner berühren". Aber auch wenn ein unverletzter Gegner mit einem so genannten Coup-Stab berührt wurde, genügte es schon, als Held angesehen zu werden. Einen Gegner mit einem Messer, Speer oder Tomahawk zu verletzen, seine Waffen oder sein Pferd zu stehlen, war ebenfalls eine Heldentat. Schließlich gehörte auch die Tötung des Gegner dazu, was mit der höchsten Auszeichnung belohnt wurde. Wie hoch die Auszeichnung war, hing eben von der Art der Aktion ab, aber auch davon, mit welchem Gegner man es zu tun hatte. Einen einfachen Krieger zu besiegen, wurde natürlich nicht so hoch angesehen, wie einen gegnerischen Häuptling, der naturgemäß selber einen große Anzahl von Heldentaten vorweisen konnte.

Wurde mehrere Male verwundet Hat den Feind berührt

Wie oben schon erwähnt, wurden Adlerfedern als Auszeichnung verwendet. Je nach Färbung, Einkerbung und Anzahl signalisierten sie die Art und Menge der großen Taten, und damit den Rang eines Kriegers. Je höher sein Rang war, desto größer war auch sein Ansehen in der Gesellschaft. So war es für einen Krieger z. B. unerlässlich, eine große Anzahl von Federn auf dem Kopf zu tragen, wenn dieser die Häuptlingswürde in Anspruch nehmen wollte.

Links zum Thema

Die Waffen der Indianer

Die Waffen der Indianer Vom Blasrohr, Messer und Wurfholz, vom Pfeil und Bogen, von der Lanze und dem Speer, und vom Tomahawk.

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Die Schlacht am Little Big Horn Lesen Sie von der Schlacht am Little Big Horn, in der Sitting Bull und Crazy Horse der amerikanischen Armee unter der Führung von General Custer eine erbitterte Niederlage beibrachten.

Skalp und Materpfahl

Skalp und Materpfahl Lesen Sie alles über die grausamen Bräuche einiger Indianerstämme Nordamerikas.

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Indianer und der Krieg
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