Der Wilde Westen
Die Häuplinge
Cochise
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Cochise war Häuptling der Chiracahuas-Apachen. Diese Häuptlingswürde hatte er von seinem Vater Cochise geerbt, der Herr über das Land bei den Dragoon und Chiraicaha-Mountains im südöstlichen Arizona war. Wann Cochise geboren wurde, ist nicht bekannt. Zunächst lebte er in Frieden mit den Amerikanern, da diese im Krieg gegen die Mexikaner kämpften, die die Chiracahuas-Apachen auch zu ihren Feinden zählten. Geronimo Als der amerikanisch-mexikanische Krieg aber durch den Vertrag von Guadalupe Hidalgo beendet wurde, und Goldsucher in das Land der Apachen strömten, verblasste die Freundschaft mit den Weißen. Im Jahre 1861 wurde Cochise von dem Leutnant George N. Bascom festgenommen, weil er angeblich einen weißen Jungen entführen wollte. Dabei konnte er jedoch fliehen, wurde aber von einem Soldaten durch Mangas Coloradas einen Schuss verletzt. Zusammen mit Mangas Coloradas und Geronimo überfiel er daraufhin am 14. Juli 1862 mit über 700 Kriegern eine aus 126 Soldaten bestehende Militär-Kolonne unter der Führung von Captain Thomas Roberts. Hier mussten die Apachen aber eine herbe Niederlage hinnehmen, da die US-Truppe zwei Berghaubitzen mitführte, mit dessen Hilfe der Angriff abgewehrt werden konnte. Nach dieser Niederlage beschloss Cochise, keinen Massenangriff dieser Art mehr zu führen, sondern statt dessen seine Krieger in kleine Gruppen aufzuteilen, die so einen regelrechten Guerillakrieg gegen Soldaten, Siedler und Goldsucher führten. Nach dem Mord an seinen Schwiegervater Mangas Coloradas überfielen seine Krieger noch zehn lange Jahre Siedlungen, Bergwerke und Postkutschen.

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Die Häupltinge
Cochise
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Trotz vieler militärischer Erfolge, sah Cochise bald ein, dass er auf lange Sicht den Krieg nicht gewinnen konnte. Im Jahre 1871 suchte der US-Postinspektor Thomas Jeffords das Lager von Cochise auf, und bat ihn, die Postkutschen in Oliver Otis Howard Frieden durch sein Gebiet ziehen zu lassen. Nach diesem Gespräch entstand eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Männer, und Jeffords wurde ein enger Vertrauter des Häuptlings. So arrangierte er 1872 mehrere Treffen zwischen dem Friedensunterhändler General Oliver Otis Howard und Cochise. Nach 11 Verhandlungstagen unterzeichnete dann Cochise einen Vertrag, der den Chiracahuas-Apachen ihr herkömmliches Jagdgebiet als Reservat garantierte. Aber auch dieser Vertrag sollte zwei Jahre später von der US-Regierung gebrochen werden, nachdem diese die Verlegung des Reservats geplant hatte. Ausgerechnet in dieser Zeit wurde Cochise schwer krank und immer schwächer, so dass er nicht mehr in der Lage war, gegen diesen Vertragsbruch anzugehen. Am 8. Juni 1874 starb Cochise friedlich, ohne seinem Volk noch helfen zu können.

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