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Die vier unabhängigen Stämme der Pawnee lebten vor Ankunft der Weißen im Südosten von Nordamerika. Sie gehörten zur Sprachfamilie der Caddo. Nur in Kriegszeiten schlossen sich die einzelnen Stämme zusammen und kämpften gegen ihre gemeinsamen Feinde.
Im Laufe der Zeit zogen einige Pawnee-Gruppen immer weiter nach Westen und erreichten schließlich im 17. Jahrhundert Nebraska. Hier ließen sie sich nieder und lebten fortan als sesshafte Büffeljäger und Bodenbauern. Andere Gruppen gingen weiter nach Norden bis zum Missouri, wo man sie als "Arikaras" oder "Rees" bezeichnete. Als die Pawnee in den Besitz von Pferden kamen, gingen sie zu einer halbnomadischen Lebensweise über. Der höchste Gott der Pawnee hieß "Tirawa", dem lange Zeit sogar Menschenopfer dargeboten wurde. Erst unter der Führung des Oberhäuptlings Petalasharo musste auf dieses Ritual, das auch den Kannibalismus mit einschloss, verzichtet werden. Er gehörte auch zu den wenigen Häuptlingen, die dem weißen Mann während des gesamten Indianerkrieges freundschaftlich gegenüberstanden. Wie die Shoshonen, Utes und Crows hatte der Stamm den Amerikanern dabei geholfen, den Widerstand der aufsässigen Indianer zu brechen. Dabei wurde sogar ein eigenes Pawnee-Bataillon zusammengestellt, das unter der Führung von Major Frank North Kundschafterdienste leistete.
Der Grund für diese "Weißenfreundlichkeit" war wie bei den anderen Stämmen immer der gleiche: Risikoloses bekämpfen ihrer Erbfeinde, den Sioux, Cheyenne und den Arapahoes, und die Hoffnung, dass sich die Amerikaner dankbar zeigen.
Fortsetzung Seite 2
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Jedoch ganz so hundertprozentig erfüllten sich ihre Wünsche nicht. So überfielen z. B. im Jahre 1873 die erbosten Sioux einen Stamm
der Pawnee und töteten dabei 150 Indianer mit ihrem Häuptling Sky Chief.
Durch mehrere Verträge, in denen sie sich verpflichteten, ihre Länder an die US-Regierung abzutreten, wurde ihr Jagdgebiet ständig verkleinert, und nach den Indianerkriegen hielt sich die "Dankbarkeit" des weißen Mannes in Grenzen. Statt dessen wurde das Volk der Pawnee in ein Reservat in der Einöde Oklahomas abgeschoben, wo es durch Krankheit wie Pocken und durch die unmenschlichen Bedingungen dezimiert wurde.
Die Indianerstämme
Die Apachen/
Die Arapahoes/
Die Blackfeet/
Die Chippewa/
Die Cherokee/
Die Cheyenne/
Die Comanchen/
Die Creek/
Die Crow/
Die Flathead/
Die Kiowa/
Die Navaho/
Die Pawnee/
Die Pueblos/
Die Seminolen/
Die Sioux/
Die Utes
Aufbruch in den Westen/
Banden und Banditen/
Recht und Gesetz/
Die Revolvermänner/
Die Frauen im Wilden Westen/
Die Waffen im Wilden Westen/
Tombstone/
Viehwirtschaft/
Der amerikanische Bürgerkrieg/
Die Indianerstämme/
Die Häuptlinge/
Der Alltag der Indianer/
Die Religion der Indianer/
Die Indianer und der Krieg/
Buffalo Bill
© 2000-2003, by Manfred Schmetkamp
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