![]() ![]() Bis vor dem 17. Jahrhundert waren die Kiowa sesshaft und bestritten ihren Lebensunterhalt als Ackerbauern. Erst später wurden sie zu Bisonjägern und Pferdezüchtern. Sie gehörten zur Sprachfamilie der Uto-Azteken. Im Jahre 1780 wurde das kleine Volk der Kiowa von den Sioux aus den Black Hills vertrieben. So zogen sie in Richtung Süden nach Kansas, wo sie am Arkansas-River auf die Comanchen trafen, mit denen sie zunächst kleine Reibereien austragen mussten. Später jedoch verbündeten sich die beiden Stämme, und unter dem Einfluss der Comanchen wurden die Kiowa zu den gefährlichsten und kriegerischsten Indianern der ganzen südlichen Prärie, von der Nordgrenze Kansas bis tief nach Mexiko hinein. Insbesondere das Gebiet des westlichen Texas wurde von den Kiowa souverän beherrscht. Eindringlinge, wie andere Indianerstämme, Engländer oder Franzosen wurden blutig zurückgeschlagen. Mexikaner waren für sie ständige Erbfeinde. Die Kiowa drangen tiefer in das Landesinnere von Mexiko ein, als jemals die Comanchen. Besonders während des Bürgerkrieges, als die amerikanischen Männer in der Armee dienen mussten, und die Fortbesatzungen abgezogen wurden, nahmen die Überfälle auf Siedlungen und Farmen derart zu, dass diese geräumt werden mussten. Bei ihren Raubzügen kidnappten sie Frauen und Kinder, stahlen Vieh- und Pferdeherden. Alles - Mensch und Tier - wurde dann auf den Märkten der Commancheros - meistens Mexikanermischlinge - gegen Munition, Waffen und Nahrungsmittel getauscht. ![]() Bücher zum Thema können Sie bestellen bei . . .
![]() |
|
![]() Da die Kiowa Kleidung, Behausungen und Waffen von den Comanchen übernommen hatten, unterschieden sie sich äußerlich kaum von ihnen. Dennoch gab es Unterschiede in ihrer Kultur und in ihrer Lebensweise: Während z. B. ein hohes Alter bei den Comanchen als geringschätzig eingestuft wurde, wurden die Alten bei den Kiowa geehrt. Für sie war auch der Sonnentanz ein feierliches Ereignis, für die Comanchen hingegen uninteressant. ![]() am 27. Juni 1874 Zu den Kiowa gehörte auch eine Gruppe, die mit ihnen alles gemein hatten, außer der Sprache. Diese Gruppe gehörte zur Sprachfamilie der
Als der amerikanische Bürgerkrieg zu Ende war, und der Osten der USA nur noch aus verwüsteten Schlachtfeldern bestand, zogen entlassene Konföderierte und Unions-Soldaten in den Westen, um dort ihr Glück zu machen. | |
![]() Generäle beider Seiten, für denen es keinen Krieg mehr gab, sahen nun ihre Aufgabe darin, das Indianerproblem mit Gewalt zu lösen.
Am 27. Juni 1874 beteiligten sich die Kiowa dann an der Schlacht bei Adobe Walls, in der sie zusammen mit den Comanchen, Cheyenne und Arapaho 29 Büffeljäger angriffen, die sich aber dank moderner Feuerwaffen erfolgreich verteidigen konnten. Nach dieser Niederlage und nach einigen kleineren Gefechten mit der US-Armee, mussten die Kiowa aber endgültig kapitulieren und in das Reservat zurückgehen. In diesem Reservat leben heute noch ca. 3000 Kiowa von ca. 9500 insgesamt. | |
![]()
![]()
![]()
![]()
|