![]() ![]() Seitdem Joseph Smith im Staat New York 1830 die "Kirche Jesu Christi der heiligen der Letzten Tage" (Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints - Mormonenkirche) gegründet
hatte, wurden die Mormonenanhänger von ihren Nachbarn ständig angefeindet. Aus diesem Grunde waren sie gezwungen, mehrmals ihre Besiedlungen zu verlassen und sich an einem anderen Ort niederzulassen.
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![]() Nach den Vorbereitungen im Winter 1845/46 brach eine kleine Gruppe unter der Führung von Young im Februar 1846 auf. Ihr Ziel war zunächst der Missouri in Nebraska, wo sie in der Nähe der heutigen Stadt Omaha ihr Winterlager aufschlugen. Auf dem Weg dorthin, errichteten die Gäubigen Wegstationen für die nachfolgenden Trecks, die dort Schutz und Verpflegung fanden. Ein Jahr später - im Frühjahr 1847 - zogen die Gläubigen weiter. Nachdem sie am North Platte River entlang Nebraska durchquert, und nach unbeschreiblichen Strapazen und Entbehrungen in Fort Laramie und Fort Bridger halt gemacht hatten, erreichten sie schließlich am 24. Juli 1847 das gelobte Land. ![]() Noch im selben Jahr bestellten die Gläubigen ihre Felder. Trotz der Trockenheit und der schlechten Bedingungen in diesem Gebiet, schafften die Gläubigen durch unermüdliche Arbeit und Fleiß diese Wüstenlandschaft in fruchtbares Land zu verwandeln. Noch im Sommer 1847 konnten sie ihre ersten Früchte ernten. Im Laufe der Zeit zogen mehr als 16000 Aussiedler in das neue Land. Der Boden wurde während der nächsten Jahre durch den Bau von Bewässerungsanlagen immer ertragreicher. Dann brach in Kalifornien der Goldrausch aus. Aber keiner der Gläubigen ging in die Goldgebiete, denn durch die große Anzahl von Goldsuchern, die durch ihr Land zogen und mit ihnen Geschäfte machten, gelangten sie auch zu Reichtum. Schließlich wurde die Stadt Salt Lake City erbaut, die ursprünglich die Hauptstadt eines unabhängigen Mormonenstaates werden sollte. Aber 1849 erhielt das Land eine Verfassung und 1850 wurde der Staat Utah gegründet, dessen Gouverneur Brigham Young hieß. Jetzt konnte er seinen Staat unter der Obhut der USA immer mehr ausbauen. | |
![]() Dennoch herrschte ein ständiges Misstrauen zwischen Young und der US-Regierung. Es gab mehrere Gründe, die einen Streit offen ausbrechen ließen. Nichtmormonen, die bei ihrem Marsch nach Kalifornien Utah durchquerten, bedrohten die Gläubigen erneut. Es kam zum so genannten "Mormonenkrieg". Nachdem Brigham Young als Gouverneur abgesetzt wurde, schickte Präsident James Buchanan US-Truppen nach Utah, um Salt Lake City zu besetzen. Als Young und seine Anhänger damit drohten, die Stadt niederzubrennen, verzichteten die Truppen zunächst auf die Besetzung. Schließlich kam es durch intensive Vermittlungen doch noch zum Frieden. Von nun an konnten die Gläubigen in Frieden leben und ihrem Glauben nachgehen. Brigham Young selber lebte bis zu seinem Tode im Jahre 1877 noch 20 Jahre in seinem gelobten Land.
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