Der Wilde Westen
Der amerikanische Bürgerkrieg
Schlachten und Ereignisse
Sherman´s Marsch nach Savannah
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Am 2. September 1864 hatte General Sherman sein Ziel erreicht, Atlanta (Georgia) zu besetzen. An diesem Tag marschierten die Unionstruppen in die Stadt ein und hissten auf dem Rathaus das Sternenbanner. John Bell Hood General Hood hatte einen Tag zuvor die Stadt evakuiert, und war mit seinen Truppen auf dem Weg in Richtung Norden. Er hatte aber nicht vor, sich in den Wäldern zu verkriechen um seine Wunden zu lecken. Statt dessen wollte er es Sherman noch einmal zeigen. Die Bahnverbindung nach Chattanooga war nach Hoods Ansicht für Sherman lebenswichtig. Also machte er sich sofort daran, diese Verbindung zu zerstören. Sherman versuchte zunächst, das zu verhindern. Er ließ ein Korps in Atlanta zurück und nahm die Verfolgung des Feindes auf. So dauerte es auch nicht lange, bis es zu den ersten Gefechten kam, in dessen Verlauf die konföderierten Truppen nach Alabama abgedrängt wurden. Die Bahngleise wurden daraufhin zwar wieder repariert, um jedoch eine weitere Zerstörung zu verhindern, hätten Shermans Truppen ständig präsent sein müssen und das kam für ihn nicht in Frage. Je mehr er sich dem Norden Georgias näherte, desto mehr wurde sein Entschluss bekräftigt, den Schutz der Bahnlinie aufzugeben. Sein bisherige Feldzug durch Georgia und die Einnahme Atlantas wäre nach Shermans Ansicht umsonst gewesen, wenn er sich jetzt dem Feind im oberen Norden oder sogar in Tennessee widmen würde. Er hielt es für sinnvoller, den Feldzug quer durch Georgia bis zur Südküste fortzusetzen. Ein derartiger Marsch durch Feindesland, hätte eine negative Wirkung auf die Moral der Konföderierten, und die Union würde als glorreicher und kraftvoller Sieger dastehen. Die Eisenbahnlinie wollte Sherman dabei vernachlässigen und sich statt dessen von den Früchten des Landes ernähren.

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Sherman´s Marsch nach Savannah
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Präsident Lincoln und General Grant waren von Shermans Absichten allerdings nicht besonders begeistert. Die einzige Verbindungslinie aufzugeben und Hood freie Hand zu lassen, hielten sie für zu gewagt. William T. Sherman Freie Hand wollte Sherman Hood jedoch nicht lassen. Er verließ sich dabei auf General Thomas, der in Tennessee die Aufgabe hatte, gegnerische Angriffsversuche abzuwehren. Es dauerte zwar einige Zeit, aber dann schaffte es Sherman doch noch, Grant und Präsident Lincoln umzustimmen. Daraufhin ging er nach Atlanta zurück, um dort den Abmarsch gen Süden vorzubereiten. Zu den Vorbereitungen gehörte auch die Vertreibung der restlichen Bevölkerung und die Zerstörung von kriegswichtigen Anlagen. Sherman war der Ansicht, dass auch die Bevölkerung keine Möglichkeit mehr haben sollte, den Krieg in irgendeiner Form zu unterstützen. Also zerstörte er Fabriken, Bahnlinien, Farmen und Kaufhäuser. Er wollte den Bürgern die Schrecklichkeit des Krieges vor Augen führen, damit sie in Zukunft nicht mehr bereit sind, zu diesem Mittel zu greifen. Sherman´s Marsch nach Savannah: Markante Orte Nachdem Sherman sein Werk der Zerstörung und Vertreibung vollendet hatte, erteilte er am 15. November 1864 den Marschbefehl. Während seine Truppen nun auf dem Weg in Richtung Süden waren, marschierten die Truppen von Hood in die entgegengesetzte Richtung. Die Yankees hatten nun eine Strecke von 460 Kilometer vor sich. Diese Strecke zu bewältigen, erwies sich als einfacher als man gedacht hatte. Die Konföderierten leisteten zwar Wiederstand indem sie Minen legten, Brücken zerstörten und Proviant verbrannten, aufhalten konnten sie die Yankees damit jedoch nicht. Auch ein Angriffsversuch am 22. November misslang, nachdem sie dabei 600 Mann verloren hatten. Für Shermans Männer war der Marsch ein reiner Spaziergang. Die Soldatengruppen, die man fortan als "Bummers" bezeichnete, hatten nun Narrenfreiheit. Es wurde geplündert und alles zerstört, egal ob es von militärischem Wert war oder nicht. Sie nahmen sich von Farmen und Erntefeldern alles, was sie selber verwerten konnten. Selbst vor den Sklavenhütten machten sie keinen Halt. Viele Sklaven konnten in dem allgemeinen Chaos die Flucht ergreifen. Sie hielten sich daraufhin an den Flanken oder im Rücken der Unionstruppen auf und nutzen jede Gelegenheit, sich bei ihren ehemaligen Besitzern zu rächen.

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Mitte Dezember erreichte Sherman Savannah. Die Stadt war zwar mit 10000 konföderierte Soldaten besetzt, aber Widerstand leisteten sie nicht. Sie müssen wohl von den Untrieben der Yankees gehört haben und zogen es deshalb vor, Savannah zu verlassen, um dort nicht eingesperrt zu werden. Sherman, der damit sein Ziel ohne größeren Probleme erreicht hatte, übersandte Lincoln die Nachricht, "Erlaube mir, Ihnen als Weihnachtsgeschenk die Stadt Savannah samt 150 schweren Geschützen zu Füßen zu legen".

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