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Um die Stadt Corinth in Mississippi zu sichern und wegen der starken Präsens der Union in Tennessee, wurden zahlreiche Divisionen der Konföderierten in diese Gegend konzentriert. Unter anderem befanden sich hier auch Divisionen, die vorher in New Orleans stationiert waren. Diese Stadt sollte nur noch hauptsächlich von zwei Forts (Fort Jackson & Fort Philip) gesichert werden, die sich in 120 Kilomenter Entfernung, flussabwärts an beiden Seiten des Mississippi befanden.
Feindliche Boote - so meinte man - würden es sehr schwer haben, schnell genug gegen die Strömung flussaufwärts zu fahren, ohne nicht vorher von den 126 Kanonen der Forts vernichtet zu werden. Da in New Orleans nur noch ca. 3000 Soldaten stationiert waren, und 12 kleine Kanonenboote sowie 2 hölzerne Kriegsschiffe zum Schutz zurückgelassen wurden, waren die beiden Forts das einzige ernstzunehmende Hindernis was zu überwinden war, um die Stadt einzunehmen. Mit dieser Aufgabe wurde Admiral David Glasgow Farragut betraut, ein 60 Jahre alter Seemann, der aus Tennessee stammte, mit einer Frau aus Virginia verheiratet war und sich doch für die Union entschieden hatte. Farragut kommandierte eine Flotte von 14 Kanonenbooten, 19 mit Mörsern bewaffnete Schonern, 8 Dampfschaluppen und einer Segel-Schaluppe.
Nachdem Farragut Anfang April das Zielgebiet erreicht hatten, brachte er seine Flotte in sicherem Abstand zu den Forts vor Anker. Seine erste Strategie sah vor, die Bewaffnung der Forts durch tagelangen Mörserbeschuss auszuschalten, was letztlich aber keinen Erfolg hatte.
Fortsetzung Seite 2
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Zwar wurde die Befestigung hier und da beschädigt und auch einige Geschützte wurden getroffen, eine Reduzierung der gegnerischen Feuerkraft wurde dadurch aber nicht erreicht. Jetzt blieb Farragut nur noch der Versuch, seine Flotte ungeschützt zwischen beiden Forts durchfahren zu lassen.
Zuvor musste aber noch ein Hindernis beseitigt werden, das aus mehreren Schiffswracks bestand, die quer zum Fluss verankert waren. Mit zwei Kanonenboote wurde diese Aufgabe erledigt, indem man sich eines Nachts an den Forts vorbeischlich und an den Wracks Sprengladungen anlegte, die nach ihrer Explosion den Weg freigaben.
Nach diesem erfolgreichem Manöver gab Farragut in der Nacht des 24. April 1862 den Befehl zum Anker lichten. 17 Schiffe fuhren daraufhin den Mississippi hinauf, wobei sie - wie erwartet - von beiden Forts beschossen wurden. Farragut lies mit doppelter Kraft das Feuer erwidern. Außerdem setzten die Mörserschoner das Bombardement auf den Gegner fort. Die Konföderierten setzten als Gegenmaßnahme zusätzlich ihre Kanonenboote ein, um die gegnerischen Schiffe zu rammen. Bei dem Unions-Schiff "Varuna" hatten sie damit auch Erfolg. Eine weitere Gegenmaßnahme waren Flöße mit brennenden Pechballen, die dann in die Strömung gezogen und so auf die Unionsschiffe getrieben wurden.
All das half aber nichts. Zwar blieben in dem anderthalb Stunden dauernden Gefecht 4 Unionsschiffe zurück, und auch die Anzahl der Toten und Verwundeten - es waren 37 bzw. 147 - war auf Unionsseite größer, dennoch kamen 13 Schiffe durch und erreichten am 25. April New Orleans.
Fortsetzung Seite 3
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Was die Unionisten an gegnerischen Schiffen nicht zerstört hatten, zerstörten die Rebellen selber, damit die Flotte nicht in die Hände des Feindes fiel. Die Soldaten in den Forts fingen an zu meutern und ergaben sich schließlich. Was blieb, waren nur noch einige Flussbatterien, die unterhalb der Stadt in Stellung gebracht waren, und durch wenige Salven ausgeschaltet werden konnten.
Gefecht zwischen Farraguts Flotte
und Fort Jackson und Philip
Was nach Ansicht Farraguts jetzt folgen sollte, war eine offizielle Stadtübergabe durch den Bürgermeister. Dieser weigerte sich aber. Auch die Bürger erdreisteten sich, mit ihren Revolvern die schwerbewaffnete gegnerische Flotte zu bedrohen. Am 29. April hatte Farragut genug und ließ durch Marineinfanteristen die öffentlichen Gebäude mit Unionsflaggen bestücken.
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Fortsetzung Seite 4
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