Der Wilde Westen
Alltag der Indianer
Die Friedenspfeife
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Die Friedenspfeife war ein zeremonielles Symbol und wurde hauptsächlich bei Friedensabschlüssen und zur Bekundung der Freundschaft geraucht. Daher ist der Name Friedenspfeife, den der weiße Mann geprägt hatte, auch am geläufigsten. Die Indianer bezeichneten sie aber als "heilige Pfeife" oder "Calumet". Geschäfts- und Vertragsabschlüsse, Verhandlungen und feierliche Anlässe waren ebenfalls Gründe, sie zu benutzten. Ursprünglich war das Calumet nur ein reich verzierter Holzstab, der bei diesen Anlässen verwendet wurde. Erst Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhundert wurden aus den Holzstäben Friedenspfeifen.

Friedenspfeife  Friedenspfeife kombiniert mit Tomahawk  Friedenspfeife

Der Pfeifenkopf bestand aus einem roten Tonschiefer, der in Pipestone im Südwesten des heutigen Minnesota abgebaut wurde. Der Forscher und Indianermaler George Catlin suchte im Jahre 1836 diese, für die Indianer heilige Stätte auf, und gab hierüber eine ausführliche Beschreibung ab. Das Gestein wurde nach ihm "Catlinit" benannt. Es war ein leicht zu bearbeitenden Material, das erst einige Zeit nachdem es gebrochen wurde aushärtete.

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Die Friedenspfeife
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Der "heilige Pfeifensteinbruch" wurde von vielen Indianerstämmen jahrhundertelang besucht. Aus Ehrfurcht vor dem großen Geist, der den Steinbruch bewachte, begruben die Indianer ihre Kriegskeulen in den Boden, sobald sie sich dem Ort näherten.

Das Pfeifenrohr wurde aus Weide oder Esche gefertigt, und war häufig mit roten oder weißen Federn, sowie Skalps oder Perlen verziert. Zum Rauchen wurde wildwachsender Tabak verwendet, der aber mit Sumachblätter, Bärentrauben und Rindenstücke vermischt wurde, da er pur zu bitter schmeckte. Das ganze Gemisch nannten die Indianer Kinnikinnik. Häufig gab es auch Pfeifen, die mit einem Tomahawk kombiniert waren, wobei der Pfeifenkopf gegenüber der Schneide angebracht war. Diese Tomahawkpfeife wurde aber ausschließlich als Pfeife benutzt

Zum Rauchen der Pfeife bei einem bestimmten Anlass gehörte ein kompliziertes Zeremoniell, das im allgemeinen Calumet-Zeremonie genannt, und bei fast allen Indianern Nordamerikas durchgeführt wurden. Jeder der in einem Kreis sitzenden Teilnehmer hob die Pfeife zuerst in die Höhe und senkte sie anschließend zu Boden. Dann setzte er sie an den Mund, und blies den Rauch in alle vier Himmelsrichtungen. Schließlich überreichte er die Pfeife seinem Nachbarn, wobei dieser die einzelnen Schritte wiederholte. Das ging so weiter, bis sich der Kreis schloss.

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